Naturheilpraxis von Bettina Meier
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Chronische Müdigkeit - Welche Ursachen können hinter ständiger Erschöpfung stecken?

Was kann die Ursache von chronischer Müdigkeit sein?

Bei manchen Menschen geht die Müdigkeit gar nicht mehr weg. Sie kommen nicht aus dem Bett, sind den ganzen Tag müde und benötigen einen Mittagsschlaf. Die starke Müdigkeit macht sich wie ein Nebel im Gehirn breit (Brain Fog). Es entsteht ein depressiver Eindruck, weil man die täglichen Aufgaben nur mit großer Anstrengung bewältigen kann. Man reagiert zunehmend gereizt, weil einen schon kleine Aufgaben überfordern.

Müdigkeit und Erschöpfung kann viele Ursachen haben. Auch Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf hat einen Grund. Die Ursache kann in einer Stoffwechselstörung liegen. Aber auch bei Störungen im Hormonsystem kann es zu Müdigkeit und Erschöpfung kommen. Des Weiteren spielen Nährstoffmängel und chronische Erkrankungen eine Rolle.


Kann das Hormonsystem für chronische Müdigkeit verantwortlich sein?

Hormone steuern nahezu alle Stoffwechselvorgänge im Körper. Bereits kleine Veränderungen können sich auf den Energiehaushalt auswirken. Deshalb gehören Erkrankungen des Hormonsystems zu den möglichen Ursachen einer anhaltenden Erschöpfung und Energielosigkeit.

Schilddrüsenunterfunktion - Wenn der Stoffwechsel auf Sparflamme läuft

Die Schilddrüse produziert Hormone, die den Energieverbrauch des Körpers regulieren. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) werden zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel.

Typische Beschwerden sind:
ausgeprägte Müdigkeit
• erhöhtes Schlafbedürfnis
• Konzentrationsstörungen
• Gewichtszunahme
• Verstopfung
• Kälteempfindlichkeit
• trockene Haut
• niedriger Puls
• Kälteintoleranz uns ständiges Frieren

Um richtig arbeiten zu können, ist die Schilddrüse auf die Unterstützung wichtiger Nährstoffe angewiesen. Fehlen diese, können die Schilddrüsenhormone nicht richtig gebildet werden.

Die Nebenniere und das Hormon Cortisol

Die Nebennieren sitzen auf den Nieren und sind anatomisch ein eigenständiges Organ. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Produktion von Cortisol. Dieses Hormon unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Morgens ist der Cortisol-Spiegel am höchsten, dadurch wird genug Energie bereitgestellt, um aufzustehen. Abends fällt der Cortisolwert, was einen müde werden lässt.

Eine weitere Eigenschaft von Cortisol ist die Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Dies trägt auch zu mehr Energie am Tag, da Glukose ein wichtiger Energielieferant ist.

Ein Cortisol-Mangel, beispielsweise bei einer Nebenniereninsuffizienz, kann zu folgenden Beschwerden führen:
starke Müdigkeit
• niedriger Blutdruck
• Muskelschwäche
• verminderte Belastbarkeit
• Heißhunger auf Süßes

Insulinresistenz - Wenn die Zellen zu wenig Energie erhalten

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und bei einem hohen Blutzuckerspiegel ausgeschüttet. Es sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzelle aufgenommen wird. Wenn aber ständig Insulin ausgeschüttet wird, reagieren die Zellen schlechter auf Insulin. Es entsteht eine Insulinresistenz, während die Energieversorgung der Zelle zunehmend gestört ist.

Mögliche Anzeichen sind:
Müdigkeit
• Leistungsknick nach dem Essen
• Heißhunger
• Gewichtszunahme
• erhöhter Bauchumfang

Eine Insulinresistenz gilt als Vorstufe für ein Typ-2-Diabetes. Zur Verbesserung der Gesundheit spielt eine Ernährungsumstellung eine Rolle, sowie regelmäßige Bewegung und eine Gewichtsreduktion.


Long COVID und Post COVID - Erschöpfung nach einer Coronavirus Infektion

Ein Teil der Betroffenen leidet noch Wochen oder Monate nach einer COVID-19-Erkrankung unter anhaltenden Beschwerden. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
chronische Müdigkeit
• verminderte Belastbarkeit
• Konzentrationsstörungen (Brain Fog)
• Kurzatmigkeit
• Muskelschmerzen
• Schlafstörungen

Eisenmangel - Eine häufige Ursache chronischer Müdigkeit

Als Anämie (Blutarmut) wird ein Mangel an roten Blutkörperchen genannt. Zentral für die Bildung von roten Blutkörperchen ist das Element Eisen. Es wird in das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) eingebaut und transportiert so den Sauerstoff zu den Muskeln und Organen. Kommt es zu einem Eisenmangel, wird der Körper nicht richtig mit Sauerstoff versorgt und die körperliche Belastung ist eingeschränkt, man fühlt sich energielos.

Ein Mangel macht sich bemerkbar mit typischen Symptomen wie:
Müdigkeit
• Schwäche
• Konzentrationsprobleme
• verminderte Leistungsfähigkeit
• Herzklopfen
• Schwindel
• Blässe
• Kälteempfindlichkeit

Kann eine Fettleber Müdigkeit verursachen?

Die Leber liegt im rechten Oberbauch unter den Rippen. Sie lässt sich in einen großen rechten Lappen und einen kleinen linken Lappen unterteilen.

Die Leber hat unterschiedliche Aufgaben. Neben der Entgiftung gehört die Speicherung von überschüssiger Glukose zu ihren Aufgaben, sowie die Abgabe der Glukose bei Bedarf ins Blut. Liegt eine Stoffwechselstörung wie eine Fettleber vor, werden Triglyceride in die Leberzellen eingelagert, die die Leber verfetten. Es kommt dann zu einer gestörten Glukoseverwertung.

Viele Betroffene bemerken zunächst keine Beschwerden. Manche berichten jedoch über:

Müdigkeit
• verminderte Leistungsfähigkeit
• Druckgefühl im rechten Oberbauch

Eine Fettleber tritt häufig gemeinsam mit Übergewicht, Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes auf. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Gewichtsreduktion können die Leberfunktion häufig deutlich verbessern.

Stoffwechselstörung HPU

HPU steht für "Hämopyrrollaktamurie". Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung bei der vermehrt bestimmte Pyrrolverbindungen über den Urin ausgeschieden werden. Diese können auf eine Störung in der Hämbildung hinweisen - also der Produktion von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff. HPU kann über eine spezielle Urinuntersuchung im Labor nachgewiesen werden.

Zu den Häufigsten Beschwerden, die bei HPU auftreten können, zählen unter anderem: 

chronische Müdigkeit
• Hautausschläge
• Blutarmut
• niedriger Blutdruck
• wiederkehrende Infektionen
• Kopfschmerzen
• Allergien
• Nahrungsmittelintoleranz und vieles mehr

Viele Betroffene weisen einen Mangel an Vitamin B6, Zink und Mangan auf. Die Therapie besteht darin, diese Nährstoffe zu ergänzen und den Stoffwechsel auf diese Weise zu unterstützen.


Kann ein Vitaminmangel Müdigkeit verursachen?

Vitamine sind wichtige Mikronährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen. Er ist auf die Zufuhr von außen angewiesen. Auch verschiedene Nährstoffmängel können zu Erschöpfung und Abgeschlagenheit beitragen. Dazu gehören unter anderem:

Vitamin B12:
Wichtig für die Blutbildung und damit auch für den Energiehaushalt. Vitamin B12 hilft bei Abgeschlagenheit und Konzentrationsproblemen.

Eisen:
Ebenfalls wichtig für die Blutbildung. Steigert die körperliche Belastbarkeit durch eine bessere Sauerstoffversorgung der Muskeln und des Gehirns.

Vitamin D:
Wichtig für den Knochenstoffwechsel und die Calciumaufnahme.

Müdigkeit durch eine unzureichende Schlafqualität - Was haben Ein- und Durchschlafprobleme damit zu tun.

Schlafstörungen und anhaltende Müdigkeit können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Wer nachts schlecht schläft, häufig aufwacht oder morgens trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt ist, fühlt sich tagsüber oft erschöpft, unkonzentriert und weniger leistungsfähig.

Was sind Schlafstörungen?

Von einer Schlafstörung spricht man, wenn der Schlaf über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt ist und dadurch das Wohlbefinden oder die Leistungsfähigkeit am Tag leiden. Häufige Symptome für eine nicht ausreichende Schlafqualität:
• Schwierigkeiten beim Einschlafen, Einschlafprobleme
• häufiges Aufwachen in der Nacht, Durchschlafprobleme
• sehr frühes Erwachen, kurze Schlafdauer
• unruhiger oder nicht erholsamer Schlaf, Schlafmangel

Verschiedene Ursachen sind hierfür möglich.


Fazit

Chronische Müdigkeit sollte nicht einfach als normale Erschöpfung hingenommen werden. Hinter anhaltender Müdigkeit können verschiedene Ursachen stecken – von einer Schilddrüsenunterfunktion über Eisenmangel und Insulinresistenz bis hin zu Long COVID oder anderen Stoffwechselerkrankungen. Es lohnt sich immer, nach den Ursachen zu suchen.


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